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Die Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen schlägt Alarm: Mit Basel III drohen teure Kredite für das mittelständische Handwerk. Handwerksvertreter und Mittelstandsbanken appellieren an die Bundesregierung, Volks- und Raiffeisenbanken gesondert zu behandeln und damit zu verhindern, dass am Ende nicht Handwerker und Mittelständler zur Kasse gebeten werden.
Nach vorliegenden Planungen der EU-Kommission und der Bundesregierung sollen Kreditinstitute künftig grundsätzlich höhere und qualitativ bessere Eigenkapitalpolster vorhalten, um Fehlentwicklungen einzudämmen und Kreditinstitute krisenfester zu machen. Diese Konsequenz aus der Finanzmarktkrise soll jedoch gleichermaßen für systemrelevante Großbanken wie für Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken gelten.
Diese Umsetzung von Basel III haben die Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen (LHN) sowie niedersächsischen Sparkassen- und Genossenschaftsverbände in einer gemeinsamen Pressekonkerenz kritisiert. Sie befürchten, dass durch die Umsetzung Unternehmenskredite belastet werden, die für kleine und mittlere Handwerksbetriebe wichtig sind. Im Rahmen der Basel III- Umsetzung drohe eine massive Verteuerung der Unternehmenskreditfinanzierung. "In dieser Einschätzung sind sich die Handwerkskammern, Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken einig", betonte Peter Voss, Vorsitzender der LHN.
Handwerk und Mittelstandsbanken richteten daher einen dringenden Appell an die Bundesregierung, sich für Handwerk und Mittelstand einzusetzen und zu verhindern, dass am Ende nicht Handwerker und Mittelständler zur Kasse gebeten werden für eine nicht durch sie zu verantwortende Finanzkrise.
(Quelle: Handwerk-Magazin)